About

Als Tochter iranischer Eltern, geboren und aufgewachsen in Köln, haben mich die Exilerfahrungen meiner Familie früh geprägt. Sie weckten mein Interesse an Fragen von Herkunft, Zugehörigkeit und Identität sowie daran, wie persönliche Lebensgeschichten und gesellschaftliche Bedingungen miteinander verwoben sind – und wie Menschen mit Erfahrungen leben, über die oft geschwiegen wird.

Heute arbeite ich als Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin, Autorin und Wissenschaftlerin. In meiner therapeutischen Arbeit befasse ich mich mit den Zusammenhängen zwischen individuellen Lebensgeschichten, familiären Prägungen und gesellschaftlichen Erwartungen. Therapie verstehe ich als einen Ort, an dem Gefühle, Beziehungsmuster und Erfahrungen besser verstanden werden können – nicht isoliert, sondern im Kontext der Beziehungen und Lebenswelten, in denen sie entstehen.

Neben meiner therapeutischen Tätigkeit schreibe ich Bücher über Gefühle und Erfahrungen, die häufig verdrängt, tabuisiert oder missverstanden werden. Diese Themen begleiten mich, weil ich immer wieder erlebe, wie stark gerade unausgesprochene Gefühle das Leben von Kindern und Jugendlichen prägen können. Leid, Scham, Einsamkeit oder das Gefühl, nicht dazuzugehören, bleiben selten folgenlos – auch dann nicht, wenn sie keinen Ausdruck finden. Für meine literarischen Tätigkeiten werde ich von Annette Brüggemann vertreten.

Die analoge Fotografie begleitet mich seit vielen Jahren als eine weitere Form der Auseinandersetzung mit Erinnerung, Identität und den Spuren, die Erfahrungen in unserem Leben hinterlassen.

Therapie

Ich begleite Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene und ihre Familien in herausfordernden Lebenssituationen und bei psychischen Belastungen. Therapien biete ich auf Deutsch, Englisch und Farsi an.

Therapie verstehe ich als einen geschützten Ort, an dem Gedanken, Gefühle und Erfahrungen ihren Platz haben dürfen. Gemeinsam entwickeln wir ein Verständnis für Ihr Erleben, Ihre Belastungen und die Muster, die sich im Laufe des Lebens entwickelt haben. Auf dieser Grundlage erarbeiten wir individuelle Wege, Veränderungen nachhaltig zu gestalten.

Die Behandlung erfolgt auf Grundlage der Verhaltenstherapie und wird – je nach individuellem Anliegen – durch EMDR (Eye Movement Desensitization and Reprocessing), eine wissenschaftlich fundierte Methode zur Verarbeitung belastender und traumatischer Erfahrungen, sowie achtsamkeits- und akzeptanzbasierte Verfahren der dritten Welle der Verhaltenstherapie ergänzt.

Eine vertrauensvolle therapeutische Beziehung bildet die Grundlage meiner Arbeit. Geprägt durch klinische, wissenschaftliche und internationale Erfahrungen betrachte ich psychische Belastungen stets im Zusammenhang mit der individuellen Lebensgeschichte, den Beziehungen und den jeweiligen Lebensumständen.

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Behandlungsschwerpunkte

  • Angststörungen
  • Belastende Lebensereignisse, Krisen sowie Tod und Trauer
  • Burnout und Erschöpfungszustände
  • Depressionen und bipolare Störungen
  • Essstörungen
  • Psychische Folgen von Mobbing und Cybermobbing
  • Schwierigkeiten im Umgang mit Emotionen und Beziehungen
  • Selbstwertprobleme
  • Suchterkrankungen
  • Traumafolgestörungen und PTBS
  • Zwangsstörungen

Angebote

  • Einzeltherapie für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene
  • Elternberatung und Elternbegleitung
  • Krisenintervention
  • EMDR-Therapie
  • Unterstützung bei Mobbing und Cybermobbing

Kosten

Ich führe eine Privatpraxis. Mein Behandlungsangebot richtet sich an Privatpatient*innen und Selbstzahler*innen.

Die Kosten für das Erstgespräch, die probatorischen Sitzungen sowie die weiteren psychotherapeutischen Sitzungen richten sich nach der Gebührenordnung für Psychotherapeut*innen (GOP).

Vorbereitung auf das Erstgespräch

Wenn Sie einen Termin über Doctolib vereinbaren, bitte ich Sie, den Anamnesebogen sowie den Therapievertrag herunterzuladen, auszufüllen und zum Erstgespräch mitzubringen. Dies ermöglicht einen reibungslosen Ablauf und gibt uns mehr Zeit für Ihr persönliches Anliegen.

Vorträge

Upcoming

2026

Österreichischer Präventionskongress 2026 – Gemeinsam stark gegen Mobbing, 11.–12. November 2026 | Graz

Vortrag: Warum Cybermobbing weh tut

15. Westfälische Kulturkonferenz, 13. November 2026 | Rheinland

Vortrag: Nicht neutral, sondern hoffnungsvoll! Wie wir in Krisenzeiten handlungsfähig und zuversichtlich bleiben können

Interdisziplinäres Zentrum für Radikalisierungsprävention und Demokratieförderung e. V. (IZRD) – Fachvortragsreihe, 18. November 2026, 16:00–18:00 Uhr

Vortrag: Radikalisierung bei Jugendlichen – zwischen Zugehörigkeit, Ausgrenzung und therapeutischen Möglichkeiten

25. DGVT-Praxistage der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie, 21.–22. November 2026 | Fachhochschule Münster

Vortrag: Mobbing im Wandel – Psychotherapeutische Arbeit im Spannungsfeld analoger und digitaler Lebenswelten

Interdisziplinäres Zentrum für Radikalisierungsprävention und Demokratieförderung e. V. (IZRD), 2. Dezember 2026, 14:00–18:00 Uhr

Workshop: Radikalisierung bei Jugendlichen und der Umgang damit in der Therapie

2027

Praxis Stitz – Webinar, 24. Februar 2027

Vortrag: Wenn das Netz zum Pranger wird – Cybermobbing und die Psychologie der Ausgrenzung

Deutsche Psychologen Akademie, 10. März 2027

Vortrag: Cybermobbing – Die Macht sozialer Medien auf die Psyche

Deutsche Psychologen Akademie, 20. April 2027

Vortrag: Wie Krisen stärken – über die eigene Vulnerabilität Widerstandsfähigkeit aufbauen

Kunst

TOOL OF TOOLS, 2026, Art Biesenthal

Inspired by the hand as both a physical and psychological tool, Mirian’s work explores how hands touch, create, communicate, and connect. They can comfort and hold, but they can also hurt and destroy. They can also become instruments – shaping rhythm and translating emotion into music. Drawing on Aristotle’s idea of the hand as the “tool of tools,” she considers the hand as a space where emotion, experience, and human connection become visible.

Presse

Ich bin regelmäßig als Expertin in den Medien u.a. WDR, Arte, NZZ vertreten und äußere mich zu gesellschaftlich relevanten Themen rund um psychische Gesundheit. Dazu gehören unter anderem der Umgang mit Schmerzerfahrungen, psychische Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen, Mobbing und Cybermobbing sowie der gesellschaftliche Umgang mit psychischen Belastungen.

Aktuell

    Medien

    Leid – Die emotionalen Wellen des Lebens

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    Warum schwere Lebensphasen dazugehören und uns sogar wachsen lassen

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    Sexualpädagogische (Re)Visionen

    Zwischen Vulnerabilität und Resilienz

    Bis heute erfolgt an deutschen Schulen eine Tabuisierung vieler gesellschaftsrelevanter Themen, wie bspw. der Transgeschlechtlichkeit. Der vorliegende Beitrag möchte einen Akzent setzen, indem im Rahmen eines Interviews mit einem jugendlichen Transmann, Einblicke in die Risiko- und Schutzfaktoren im Umgang mit der eigenen Transgeschlechtlichkeit gegeben werden. Ziel ist es an diesem Anschauungsbeispiel zu verdeutlichen, welche Faktoren für die Erreichung einer Wahrnehmungssensibilität bei Lehrer*innen im Kontakt zu transgeschlechtlichen Kindern und Jugendlichen wichtig sind: Resilienzförderung durch positive Beziehungen.

    in: Sexualpädagogische (Re)Visionen · Springer VS · 2021

    1. Zum Beitrag↗︎
    Mobbing und Inklusion

    Mobbing und Inklusion

    Die Themen Mobbing und Inklusion rücken zunehmend in den Fokus gesellschaftlicher Debatten und der medialen Berichterstattung. Während beide Phänomene jedoch in der Forschungsliteratur unabhängig voneinander diskutiert werden, untersucht Nady Mirian eine mögliche Abhängigkeit zwischen Mobbing und Inklusion. Hierfür wurde eine Stichprobenerhebung von 215 Schüler/-innen an einer inklusiven und einer nicht-inklusiven Schule in NRW durchgeführt. Die Autorin erörtert darüber hinaus konstruktivistische Lösungsansätze gegen Mobbing an Schulen und distanziert sich von festen Zuschreibungen wie Mobbingopfer und Mobbingtäter.

    Springer VS · 2020

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